Ja zu Gemeinschaft, welche Freiraum und Verbundenheit in sich trägt
Meine Erfahrungen hierzu und meine Vision zu einem herzbewussten Miteinander
Der Wunsch nach Gemeinschaft ist in uns Menschen verankert, wir sind von Natur aus sozial und jeder von uns lebt den Kontaktwunsch ganz individuell aus. Idealerweise tut uns Gemeinschaft gut, fördert uns dabei, mehr bei uns selbst anzukommen und findet auch Wege, unterschiedliche Interessen und Herangehensweisen stehen zu lassen ohne dabei die Verbindung zueinander zu verlieren.
Für mich sind Autonomie, Gestaltungsfreiraum und Verbundenheit jenseits aller individuellen Unterschiedlichkeiten die Voraussetzung dafür, dass ich mich einbringen möchte in eine Gemeinschaft. Bei Regeln und Vorschriften schaue ich genau hin, ob der Rahmen für mich paßt.
Soweit die Theorie und wenn ich genau hinschaue, bin ich bereits Teil einer solchen Gemeinschaft, sie ist virtuell und ich empfinde die Begegnungen dort als nährend. Jeder bringt sich ein mit seinen Erfahrungen, Erlebnissen und Empfehlungen. Wir haben da schon viele emotionale Stürme überwunden und es ist wertvoll, Emotionen nicht zu unterdrücken, sondern sie zu auszuleben und dabei niemandem zu schaden. Wir wissen, dass jede(r) von uns die Möglichkeit hat, Felder zu reinigen in Verbindung zur Quelle der reinen Liebe. So gehen wir auch mit Themen um, die uns täglich überall begegnen und von denen wir fühlen, das ist so nicht in Ordnung. Die Themen sind vielfältig und wir unterstützen auch Menschen bei Krankheit. Da wir Menschen nicht verändern können, geben wir ihnen Impulse, welche sie auf sich selbst zurückwerfen in ihr Erkennen und auf ihre eigene Selbstheilung.
Ich erlebe das Miteinander als sehr offen und es kam auch nicht von heute auf morgen, sondern ist durch Bewusstseinsbefreiung entstanden, bei der Mitglieder offen mitteilen, was gerade in ihnen passiert. Die Gruppe hat sich als mitfühlend gezeigt, nicht wertend und unterstützend im Umgang mit Gefühlen, Emotionen und Gedanken zum Thema Wahrheit.
Meine Erfahrungen mit Gruppen gehen noch viel weiter. Egal, welches Thema eine Gruppe hat, sie wird meistens von jemandem geleitet. Die Energie, welche derjenige ausstrahlt, bestimmt oft darüber, wer in diese Gruppe paßt, sich darin wohlfühlt oder auch nicht. Mir ging und geht es so, dass ich Schwingungen wahrnehme, die im Raum sind, es braucht nichts ausgesprochen zu werden. In den Schwingungen mischt sich, was jemand von sich gibt. Da fühle ich die liebevolle Kernbotschaft und gleichzeitig auch Einschränkungen im Fühlen, Entscheiden und Handeln.
Ich kenne selbst noch nicht alle Themen, die in meinem Unterbewusstsein solange schlummern bis sie ans Tageslicht kommen, doch bereichert mich eine Begegnung immer durch die Impulse, die sie gibt. Denn grundsätzlich kann ich eine Verbindung spüren zu jedem Menschen, der sie zuläßt, und dann nehme ich die Information, die kommt, in mich auf und entscheide, was ich damit tun möchte.
Nun ist es aber so, dass wir alle uns stetig weiter öffnen, mehr bei uns ankommen und damit das gemeinsame Resonanzfeld, in welchem wir wunderschön miteinander sein können, permanent eine Veränderung erfährt. Die Verbindung besteht dann weiterhin im Idealfall auf beiden Seiten und wir begegnen uns weiterhin mit Zuneigung und Respekt.
Es kann aber auch sein, dass nach einer Veränderung auf einmal kein Band der Liebe mehr spürbar ist, weil das Miteinander nicht auf Liebe begründet war, sondern sich vorrangig Abhängigkeiten oder andere Formen von Dissonanz eingeschlichen haben.
Wenn diese wegfallen, fällt auch die Verbindung entweder komplett weg oder beide sind frei von den Abhängigkeiten und Dissonanzen davon und entdecken ihre Verbindung neu.
Ich werte beides nicht, doch ist das tiefe Einlassen sicherlich der Weg für noch mehr Entdecken und Erforschen miteinander und am Leben selbst. Und der Impuls zur Entscheidung kommt von beiden Seiten, ansonsten wird es zum Ziehen und Zerren aneinander mit unerfüllten Erwartungen.
Was mir (noch) begegnet (ist) in Gemeinschaften ist oftmals: da sind Meinungsführer, die sich hervortun und Mitläufer, die folgen. Da gibt es einen ‚Chef‘ und ‚Angestellte‘, die brav folgen, weil sie nun endlich nach langem Suchen diese Gemeinschaft gefunden haben und froh sind, nicht mehr allein zu sein. Jeder darf entscheiden, was er möchte und Ausgrenzung ist definitiv kein angenehmes Gefühl. Doch möge jeder für sich selbst schauen, wes Geistes Kind dort agiert und ob diese Gemeinschaft ein Ort des individuellen Wachstums und nicht der Stagnation auf einem bestimmten Niveau ist.
Wahrhaftige Gemeinschaft fängt meiner Erfahrung nach in erster Linie bei mir selbst an. Halte ich es aus, mit mir allein zu sein? Fühle ich mich im Frieden mit mir selbst? Bin ich mit mir so in Verbindung, dass ich alles an mir lieben kann (oh, das tut manchmal so richtig weh, auf nicht geliebte Anteile zu stoßen)? Das sind keine Fragen an den Verstand, sondern ein Hinterfragen an das Gefühl und egal, welche Antworten da kommen, sie sind nur Momentaufnahmen und schließen nicht aus, dass ich in Gemeinschaft gehen kann. Wir dürfen uns von äußerer Perfektion verabschieden, die uns jahrelang eingetrichtert wurde. Es geht hier um die Echtheit dessen, was aus tiefem Herzen kommt, das teilen in Gemeinschaft und die befreiende Wirkung davon auf einen selbst und alle mit dem gleichen Thema - auch wenn sie gerade nicht in der Gruppe sind.
Ich setze mich im Moment mit dem Thema in meinem Verein auseinander, da ich dort eine Gemeinschaft ins Leben rufe, die auf Verbundenheit aller Beteiligten basiert, welche bewusst mit Konflikten umgeht, den Handlungsspielraum aller Beteiligten respektiert und eine offene Kommunikationskultur hat. Herzbewusst zu handeln täglich selbst aus sich heraus zu erleben in individueller Ausgestaltung ist meine Vision.
Hast du Freude daran, mit mir und anderen Teilnehmern im Rahmen des Vereins auf eine Forschungsreise zu gehen, in der du deinen Herzenswunsch entweder mitbringst oder beim Gehen findest? Dann freue ich mich über deine Nachricht und teile dir gern weitere Informationen dazu mit!


